Leitfaden zum Demonstrator

Hilfen zur Erziehung — steuern statt kürzen

Die Hilfen zur Erziehung sind eine der am stärksten steigenden kommunalen Ausgaben — in einer Kommune mittlerer Größe schnell 40–50 Mio € pro Jahr. Gesteuert wird heute meist reaktiv: Die teuren Fälle werden sichtbar, wenn sie bereits eskaliert sind.

ASCEND dreht das um. Die Plattform analysiert KI-gestützt auf der META-Ebene die gesamte Fallstruktur und macht sichtbar, wo aus grün gelb und aus gelb rot wird — bevor die Kosten entstehen. Das Ziel: die richtige Hilfe früher und wirksamer, ohne Leistungsabbau.

So ist der Demonstrator aufgebaut

Fünf Sichten, eine Datenbasis — durchgängig konsistent vernetzt.

Executive Cockpit
Leitung / Überblick

Gesamtlage: Ampel-Verteilung, Kostentreiber, Kosten-Trajektorie (24 Monate Ist → 12 Monate Prognose) und das Budget fallgenau abgebildet.

Fallsteuerung
Fachkraft / Team

Operatives Cockpit: alle Fälle nach Fallbestand, Suche, Filter, Priorisierung und Einzel-Fallakte mit Handlungsempfehlung.

Frühwarnung
Steuerungsebene

Die Übergänge grün→gelb→rot: welche Fälle kippen, wo frühes Gegensteuern lohnt.

Meta Steuerung
Fach-/Trägersteuerung

Kosten und Wirksamkeit je Träger, Muster über alle Fälle — Grundlage der outcome-basierten Trägersteuerung.

Leitung Jugendamt
Amtsleitung / Kämmerei

Gesamtsteuerung: Fälle → Jahresbudget fallgenau verknüpft, je Hilfeart und Träger, bis zur Einzelakte.

Was Sie im Demonstrator steuern können

Datengrundlage — was Demonstrator ist, was Vollversion leistet

Demonstrator (Musterdaten)

Anonymisierte, synthetische Musterfälle einer fiktiven Pilotkommune, auf ein realistisches HzE-Jahresbudget kalibriert. Alle Fall-Einzeldaten sind fiktiv — er zeigt Aufbau und Wirkweise, keine echten Personen.

Vollversion (Ihre Daten)

Kalibrierung auf Ihre echten Fallzahlen und Ihr Haushaltsbudget; tatsächliche Kosten je Fall und Träger, reale Hilfeverläufe und eine validierte 12-Monats-Prognose.

Verarbeitet werden ausschließlich anonymisierte Strukturdaten — lesender Zugriff, kein Schreibzugriff auf Ihre Fachverfahren.

Demonstrator vs. Vollversion

DemonstratorVollversion
Mengengerüstsynthetische MusterfälleIhre echten Einzelfälle
Fallkostenmodelliert, aufs Budget kalibrierttatsächliche Kosten je Fall/Träger
Verläufeangenommene Ampelreale Hilfeverläufe über die Zeit
Prognoseillustrativvalidierte 12-Monats-Trajektorie
Steuerungillustrativoperativ, auf realer Datenlage

Das Kernstück

Die Trajektorie: 24 Monate Analyse → validierte 12-Monats-Prognose

In der Vollversion lernt ASCEND aus 24 Monaten tatsächlicher Kosten- und Verlaufsdaten. Daraus entsteht keine grobe Hochrechnung, sondern eine validierte Prognose für die kommenden 12 Monate — in drei Steuerungsstufen (ohne Steuerung · mit Fallsteuerung · zusätzlich mit Trägersteuerung, Modul 4):

  • Validiert statt behauptet (Backtesting): Das Modell wird an der Vergangenheit geprüft — zurückliegende Monate werden „blind" vorhergesagt und mit dem tatsächlichen Verlauf verglichen. Die Treffergenauigkeit ist belegt.
  • Fallgenau: je Fall eine Kosten- und Eskalationstrajektorie; je Hilfeart, je Träger und für das Gesamtbudget eine belastbare 12-Monats-Linie.
  • Frühwarnung mit Vorlauf: die Prognose zeigt, welche heute grünen/gelben Fälle in den nächsten Monaten zu kippen drohen — dort setzt frühes, günstigeres Gegensteuern an.
  • Ein Bild für zwei Ebenen: die Kämmerei erhält eine belastbare Budgetlinie, die Fachebene eine priorisierte Handlungsliste — beide auf derselben validierten Datenbasis.

Prinzip & Datenschutz